Lesejahr A: 2019/2020

2. Lesung (Röm 5,1-2.5-8)

51Gerecht gemacht also aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.

2Durch ihn haben wir auch im Glauben den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.

5Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

6Denn Christus ist, als wir noch schwach waren, für die zu dieser Zeit noch Gottlosen gestorben.

7Dabei wird nur schwerlich jemand für einen Gerechten sterben; vielleicht wird er jedoch für einen guten Menschen sein Leben wagen.

8Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.

Überblick

"Liebe ist nicht nur ein Wort" -  so könnte man zusammenfassen, wie Paulus Gottes Handeln in Jesus Christus  versteht und es den mit ihm Glaubenden in Rom nahebringen will.

 

Einordnung der Lesung in den Römerbrief 

Der Römerbrief bereitet den Antrittsbesuch des Paulus in der Christengemeinde von Rom vor, die er nicht selbst gegründet hat und aus der er nur einzelne Personen von früher her kennt. Aus diesem Anlass  stellt er seine gesamte Theologie den römischen Christinnen und Christen dar. Er möchte sich mit ihnen über den gemeinsamen Glauben austauschen (vgl. Römer 1,12).

Von diesem Glauben hat er in Kapitel 4, das dem heutigen Lesungsabschnitt direkt vorangeht, am Beispiel Abrahams gesprochen, der als Greis und Ehemann einer ebenso alten Frau  gegen alle Hoffnung gehofft und gelaubt hat, dass Gott zu seinem Versprechen steht, den beiden einen Nachkommen zu schenken (vgl. besonders Genesis/1. Buch Mose 15,1-6). 

Daran anknüpfend formuliert Paulus im ersten Vers des fünften Kapitels, mit dem auch die Lesung beginnt:

"Gerecht gemacht also aus Glauben ..." (Römer 5,1).

Mit diesem steilen Einstieg gibt Paulus zugleich zu erkennen, dass er in diesem 5. Kapitel (wie später noch im 8. Kapitel) eine "These" ausführen will, die er ganz zu Beginn des Briefes mehr oder weniger unkommentiert in den Raum gestellt hat. Beide Sätze sind durch denselben Wortgebrauch miteinander verbunden:

"Der aus Glauben Gerechte wird leben" (Römer 1,17b).

 

Aufbau der Lesung

Damit ausgehend von der Vergangenheit (die "Gerechtmachung" erfolgte im bereits vergangenen Kreuzestod Jesu und seiner Auferweckung, aber auch im glaubenden Ja zu dieser Gerechtmachung in der bereits erfolgten Taufe der Angesprochenen)), kommt Paulus über die Gegenwart ("... haben wir Frieden mit Gott", wir stehen "in seiner Gnade": Verse 1b.2) auf die Zukunft zu sprechen. Das zugehörige Stichwort lautet "Hoffnung". Dieses wird in Vers 2 eingeführt.

Sie wird im Folgenden in zwei Anläufen entfaltet. In den für die konkrete Lesung ausgelassenen Versen 3-4 wird auf der Erfahrungsebene argumentiert:  Diese Hoffnung hat sich bereits im Bestehen von erfahrener Bedrängnis bewährt.

Vers 5 setzt erneut mit Stichwort "Hoffnung" ein, um sie nun im wörtlichen Sinne "theo-logisch" (also "von Gott sprechend") zu begründen. Der Kern der Aussage lautet:  Der Grund für die Hoffnung liegt nicht in menschlicher Stärke, sondern darin, dass sie auf einer alles übersteigenden Liebestat Gottes für die Menschen beruht. Das Wissen um dieses Handeln Gottes stärkt für die Gegenwart und gibt ihr zugleich in tiefer Glaubensgewissheit eine Zukunft, die auch mit dem Tod nicht endet, sondern alles irdisch Erwartbare übersteigt.

 

Vers 1a "Gerecht gemacht aus Glauben"

Wie oben bereits gesagt wurde, schließt die Eingangsformulierung der Lesung an das vierte Kapitel an. Dort hat Paulus von dem hoffenden Glauben des Abraham gesprochen. Die konkrete Rede des Paulus vom Glauben "gegen Hoffnung in Hoffnung" (Römer 4,18) nennt der Neutestamentler Michael Theobald einmal "eine seiner glücklichsten Wortschöpfungen" (M. Theobald, Römerbrief Kapitel 1 - 11 [Stuttgarter Kleiner Kommentar Neues Testament 6/1] Stuttgart, 21998, S.132). Ja, es war alles andere als wahrscheinlich und damit zu hoffen, im hohen Alter noch ein Kind zu bekommen. Und doch hat Abraham Gott geglaubt.

In diesem hoffenden Glauben ist Abraham durch Gott selbst bestätigt worden: Gott rechnete diesen Glauben Abraham als "Gerechtigkeit" an. So heißt es bereits in Genesis 15,6 und Paulus zitiert diesen Vers in Römer 4,3: "Denn was sagt die Schrift? Abraham glaubte Gott und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet." Alles, was in Kapitel 4 - also dem vorangehenden Text zur heutigen Lesung - folgt, legt immer wieder nur diesen einen Satz aus. Ja, Gott hat seine Verheißung, dem Erzelternpaar Abraham und Sara einen Sohn zu schenken, in Isaak wirklich wahr gemacht. Diese Zuwendung Gottes zu Abraham, der zwischendurch auch viele Zweifel kannte und Gott sein Versprechen nicht geglaubt hat, setzt Paulus in Verbindung zum Glauben der Christen an den Tod und die Auferweckung Jesu:

23 Doch nicht allein um seinetwillen[gemeint ist Abraham] steht geschrieben: Es [d. h. sein Glaube] wurde ihm [als Gerechtigkeit] angerechnet, 24 sondern auch um unseretwillen, denen es angerechnet werden soll, uns, die wir an den glauben, der Jesus, unseren Herrn, von den Toten auferweckt hat. 25 Wegen unserer Verfehlungen wurde er hingegeben, wegen unserer Gerechtmachung wurde er auferweckt. (Römer 4,23-25)

Paulus sieht also die Christen in der Spur des Abraham, wobei an die Stelle der Gabe des leiblichen Sohnes Isaak die Gabe des Gottessohnes Jesus tritt. Und an die Stelle der Not langjähriger Kinderlosigkeit bei Abraham und Sara tritt die Not des Menschen, vor Gott immer auch ein Scheiternder zu sein, den Gott jederzeit von sich weisen könnte. Gott tut es aber nicht, sondern sagt zum Menschen trotz allem, was nicht gelingt, sein Ja. Gott hält treu am Menschen fest, den er als Geschöpf ins Leben gesetzt hat.Das nennt Paulus "gerecht machen". "Gerecht" heißt also bei Paulus im Blick auf Gott: treu; im Blick auf den Menschen heißt "gerecht": Er ist von Gott vorbehaltlos angenommen. Das ist für Paulus die große Hoffnungsbotschaft für die, die an diesen den Menschen nie fallen lassenden Gott glauben können.

 

Vers 1b-2: "Wir leben in Frieden mit Gott"

Die von Gott selbst hergestellte Situation, dass der Mensch angesichts Gottes weder aufgrund seiner Nöte und Sehnsüchte (vgl. Abraham und die Not der Kinderlosigkeit) noch angesichts eines Trümmerhaufens, der sich im Leben unter Umständen ergeben hat, verzweifeln muss, sondern auf Gottes Nähe hoffen darf, nennt Paulus "in Frieden mit Gott leben". "Frieden" ist eine große, alttestamentlich geprägte Vokabel. Das hebräische Wort "schalom" meint keineswegs nur politischen Frieden, sondern Wohlergehen in allen Bereichen. Sich mit jemanden absolut versöhnt zu wissen; also vertrauen zu dürfen, dass der andere nichts gegen mich hat, ist auch eine Dimension des Wohlergehens und damit Friedens, auf die Paulus hier anspielt. 

Wenn er in der Fortsetzung vom "Zugang zur Gnade" spricht, so ist dies eine Umschreibung desselben Sachverhalts, nur mit der Bildwelt des Königtums. Wer Zugang zum Thron und damit zum König hatte, hatte dessen Gnade gefunden und durfte auf Hilfe hoffen. Paulus versteht "Gnade" wie einen Ort, an den man sich begeben kann. Und dieses Bild passt, weil "Gnade" für Paulus letztlich Gott selbst ist, insofern er sich gibt. Und dieses "Sich Geben" ist letztlich Gottes Ja zum Menschen ohne Vorbedingung, das er in Tod und Auferweckung Jesu ausgesprochen hat. Das Wort Jesu "Ich bin die Tür" (Johannes 10,7.9) und das Wort des Paulus "Wir haben Zugang zu Gottes Gnade" entsprechen einander.

 

Vers 5: Die Ausgangsthese

Während die erste Häfte von Vers 5 ("Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen") an die ausgelassenen Verse 3-4 und ihr Thema "Bewährung der hoffnung in Bedrängnis" anknüpft, führt Vers 5b einen neuen Gedanken ein. Er kann als Abschluss der Gedankenführung der Verse 2-3 gelesen werden, funktioniert aber in der Zusammenstellung der Lesung eher wie eine These, die im Folgenden etnfaltet wird:

"Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist" (Röm 5,5b).

Sprachlich leigt hier eine Eigenleistung des Paulus vor. Vom Alten Testament her ist das Bild des "Ausgießens" mit dem Gesit Gottes verbunden (vgl. besonders Joel 3,1-2). Paulus überträgt es auf die Liebe Gottes, während der Geist, der in der Taufe geschenkt wird, die Kraft sit, die diese Liebe Gottes zur inneren Gewissheit werden lässt.

 

Vers 6: Begründung I

Der Ton von Vers 6 liegt auf den "zu dieser Zeit noch Gottlosen". Er, der Sohn Gottes, nimmt den Tod für die sich von Gott Entfernenden auf sich. Wenn diese Haltung fehlender Zuwendung zu Gott als "Schwäche" bezeichnet wird ("als wir noch schwach waren"), ist das bei Paulus weniger entschuldigend gemeint als vielmehr eine grundsätzliche Orientierung am "Fleisch" , das sich durch Schwäche auszeichnet (Römer 6,19 spricht ausdrücklich vom "schwachen Fleisch"), anstatt am Geist, den Paulus mit Stärke verbindet, die sich z. B. in Freiheit äußert (vgl. z. B. Röm 8,2).

Diesen Einsatz Gottes für die sich von ihm Entfernenden, dieses Ringen Gottes, das den Tod des Sohnes als "Preis" einsetzt, ist für Paulus Liebe.

 

Verse 7-8: Begründung II

Als Vergleichsfolie schwebt Paulus das römische Freundschaftsideal vor: Dieses mag bereits hohe Einsätze kennen. Aber mehr als die Todesbereitschaft für einen "Gerechten" - ein schillernder Begriff, der alttestamentlich-jüdisch eine nicht steigerbare Aussage der Gottesnähe ist, im Blick auf Rom aber zumindest den meint, der sich nichts hat zu Schulden kommen lassen - wird unter Römern nicht zu finden sein. In Jesus aber nimmt Gott den Tod für die "Ungerechten" auf sich., also für die zuvor "gottlos" genannten Sünder. Das ist nicht nur Freundschaft, sondern Liebe.

 

 

Auslegung

Glaube, Hoffnung, Liebe - in dieser Dreiheit (Trias) scheint sich für den Missionar Paulus das Evangelium bündeln zu lassen, das er unter den Menschen von Kleinasien bis ins südliche Europa verkündete. 

 

So stehen die drei Begriffe als fulminanter Abschluss am Ende des großen Hymnus auf die Geistesgabe der Liebe in 1 Korinther 13. Passend dazu wird in dem Brief an die Gemeinde der untereinander wohl zerstrittenen Korinther/innen die Liebe noch einmal besonders herausgehoben und in markante Schlussstellung gebracht: 

"Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe" (1 Korinther 13,13).

Schon im ältesten der uns überlieferten Paulusbriefe stehen diese drei Tugenden nebeneinander:

"Unablässig erinnern wir uns vor Gott, unserem Vater, an das Werk eures Glaubens, an die Mühe eurer Liebe und an die Standhaftigkeit eurer Hoffnung auf Jesus Christus, unseren Herrn." (1 Thessalonicher 1,3)

Die Lesung aus dem Römerbrief ist von derselben Trias geprägt, nur etwas versteckter:

Vers 1: Glaube ("Gerecht gemacht also aus Glauben ...")

Verse 2 und Vers 5, 1. Hälfte: Hoffnung ("und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes"; "Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen ...")

Vers 5, zweite Hälfte: Liebe ("denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen ...")

Der Vergleich der drei Briefe zeigt, wie sehr Paulus die von ihm "erfundene" oder ihm bereits bekannte Trias an die verschiedenen Gemeindesituationen anpasst und kreativ damit umgeht. An die Gemeinde von Thessalonich, die Fragen zm Leben nach dem Tod hat, antwortet er, indem er die Hoffnung zur Steigerung an den Schluss stellt. An die in sich zerstrittene Gemeinde von Korinth wendet er sich mit der Herausstellung der Liebe,

Im Brief an die Gemeinde von Rom, die Paulus im Gauben stärken will, liegt der Ton auf der Grundlegung des gemeinsamen Glaubens derer, die ihre Existenz auf Jesus Christus bauen. 

Diesem Glauben schreibt Paulus eine lebenstragende Kraft zu, weil er Hoffnung zu geben vermag. Dreimal (wenn man den ausgelassenen Vers 4 hinzunimmt) ist von ihr die Rede. Der Glaube an die Tod überwindende Kraft Gottes hat für ihn eine Dynamik, die jede andere, in Resignation, Verzweiflung oder unter Umständen auch Gewalt herunterziehende Dynamik überwinden kann. Als Folge von Glaube ist die Hoffnung, von der Paulus hier spricht, nicht Folge eines Trainingsprogramms für die psychische Selbsterstarkung. Vielmehr beruht sie auf dem tiefen Vertrauen in das Handeln eines Größeren, das der Mensch selbst gar nicht leisten, sondern in das er sich nur hineinfallen lassen kann. Paulus nennt dieses Handeln eines Größeren die "Liebe Gottes".

Damit bildet "Liebe" - wie in 1 Korinther 13 - das letzte Stichwort. Doch während im Korintherbrief eindeutig die Liebe der Menschen gemeint ist, welche das Gemeindeleben prägen sollte, spricht der Römerbrief von der Liebe Gottes. An die Stelle der Aufforderung zur Nächstenliebe, wie sie besonders 1 Korinther 13,1-13 formuliert , steht in Römer 5,5 indirekt die Aufforderung, nach Spuren der erfahrenen Liebe Gottes zu suchen; sein Herz zu befragen, was es als positive Gotteserfahrung anzunehmen bereit ist. Paulus geht davon aus, dass Gott solche Spuren in jeder und jedem hinterlassen hat, als ihr bzw. ihm in der Taufe zu gesprochen wurde: "Du bist meine geliebte Tochter"/"Du bist mein geliebter Sohn". 

Ohne diese Grundlegung fehlte jeder Aufforderung zur Nächstenliebe das Fundament. Von ihr wird Paulus innerhalb des Römerbriefs deshalb erst in den Kapiteln 13-15 sprechen (vgl. z. B. Römer 13,5: "Niemandem bleibt etwas schuldig, außer der gegenseitigen Liebe! ").

Kunst etc.

Grabstein Herbert Marcuse, Dorotheenstädtischer Friedhof Berlin; Foto Aldo Ardetti (2008); GNU Free Documentation License
Grabstein Herbert Marcuse, Dorotheenstädtischer Friedhof Berlin; Foto Aldo Ardetti (2008); GNU Free Documentation License

"Weitermachen!" - Hoffnung bei Herbert Marcuse und Paulus

Der Philosoph Herbert Marcuse (1898 - 1979), der sich mit der Eindimensionalität, rein auf Quantitäten ausgerichteten Reflexion der kapitalistischen Gesellschaft kritisch auseinandersetzte, warb für einen grundlegenden Wandel der Gesellschaft. Er nannte ihn gar das "Ende der Geschichte" mit dem Ziel, "das Reich der Freiheit im Reich der Notwendigkeit erscheinen zu lassen" (Herbert Marcuse, Das Ende der Utopie. 1967). Bis es so weit ist, heißt es: "Weitermachen!". Wie auf einem Lehrpult in der Universität liegt der Aufruf auf Marcuses Grabstein auf dem Dorotheenstädter Friedhof in Berlin als Inschrift auf.

Dieser handlungsoptimistische Ansatz ist von der Hoffnung auf mögliche Veränderungen der Menschenwelt getragen, die wiederum ausgelöst werden durch Beobachtung oder Erleiden dessen, was falsch läuft (bei Marcuse: Entfremdung des Menschen von seinen Bedürfnissen). 

Genau hier unterscheidet sich die Rede von der Hoffnung bei Paulus. Sie schöpft ihr Potenzial nicht aus den Möglichkeiten der Gesellschaftsveränderung und leitet sich auch nicht ab aus der Beobachtung dessen, was falsch läuft. Sie gründet vielmehr in einem tiefen Vertrauensverhältnis, genannt Glaube. Dieser richtet sich an einen Gott, der immer der jeweils Größere ist und sich dennoch auf das kleine Maß des Menschen eingelassen hat: nicht herablassend, sondern liebevoll, vergebend, schließlich den Todeskreislauf durchbrechend. Damit erwächst die Hoffnung nicht aus einer spekulativen Zukunft, sondern einer dem Glauben gewissen Vergangenheit: Gott hat so gehandelt: voll Liebe. Diese Vergangenheit erstreckt sich in jede Gegenwart: Gott handelt immer genau so, auch wenn Vieles die Spuren davon überdeckt. Sich von dieser Liebe anstecken und das Herz füllen zu lassen wäre dann der Motor, selbst immer liebevoller zu handeln und so die Welt zu verändern. Im Hinblick auf diese Aufgabe würde Paulus Herbert Marcuse zustimmen: "Weitermachen!" - voll Hoffnung, oder genauer: "gegen Hoffnung in Hoffnung" (Römer 4,18, wörtlich; Einheitsübersetzung 2016: "gegen alle Hoffnung ... voll Hoffnung").