Lesejahr A: 2019/2020

1. Lesung (Apg 6,1-7)

61In diesen Tagen, als die Zahl der Jünger zunahm, begehrten die Hellenisten gegen die Hebräer auf, weil ihre Witwen bei der täglichen Versorgung übersehen wurden.

2Da riefen die Zwölf die ganze Schar der Jünger zusammen und erklärten: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und uns dem Dienst an den Tischen widmen.

3Brüder, wählt aus eurer Mitte sieben Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit; ihnen werden wir diese Aufgabe übertragen.

4Wir aber wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben.

5Der Vorschlag fand den Beifall der ganzen Gemeinde und sie wählten Stephanus, einen Mann, erfüllt vom Glauben und vom Heiligen Geist, ferner Philippus und Prochorus, Nikanor und Timon, Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia.

6Sie ließen sie vor die Apostel hintreten und diese legten ihnen unter Gebet die Hände auf.

7Und das Wort Gottes breitete sich aus und die Zahl der Jünger in Jerusalem wurde immer größer; auch eine große Anzahl von den Priestern nahm gehorsam den Glauben an.

Überblick

Aus der Mitte der Gemeinde für die Gemeinde. Die Wahl der Sieben zeigt wie sich die Jerusalemer Gemeinde an ihrem Auftrag messen lässt.

 

 

1. Verortung im Buch
Die vom Evangelisten Lukas verfasste Apostelgeschichte (Apg) erzählt als Fortsetzung der Jesusgeschichte des Lukasevangeliums nun von der Weiterverbreitung der frohen Botschaft durch die Apostel. Entsprechend setzt die Apostelgeschichte ein mit der Himmelfahrt Jesu und seinem Auftrag an die Jünger, Zeugen für Jesus und seine Botschaft vom Gottesreich zu sein (Apg 1,4-12). Mit der Ausgießung des Heiligen Geistes (Apg 2,1-13) werden die Jünger für diese Aufgabe in besonderer Weise ausgerüstet.
Von Apg 1,4-8,4 bildet Jerusalem den erzählerischen Mittelpunkt der Darstellung. Lukas schildert das Schicksal der jungen christlichen Gemeinde dort, berichtet von Bekehrungen, Wundern, Konflikten, Lösungsversuchen und dem Wachstum der Gemeinde. Genau darum geht es auch bei dem Abschnitt Apg 6,1-7, dessen Ausgangspunkt der Konflikt um die Witwenfürsorge ist. Zugleich ist die Auswahl der Sieben eine Überleitung zum letzten großen Erzählblock über die junge Gemeinde in Jerusalem, der die Figur des Stephanus in den Vordergrund stellt (Apg 6,8-8,1).

 

 

2. Aufbau
Vers 1 leitet den Leser in die Szene hinein, indem die Ausgangssituation (Streit zwischen Hebräern und Hellenisten) genannt und eine Begründung dafür genannt wird (Vernachlässigung der Witwen).
Die Verse 2-6 schildern den Umgang mit dem Konflikt und die Wahl der sieben Männer zum Dienst an den Tischen. Hierfür wird zunächst eine Versammlung einberufen (Vers 2a), die dann durch eine Apostelrede mit der Situation und einem Lösungsvorschlag konfrontiert wird (Verse 2b-4). Es folgt die eigentliche Wahl (Vers 5) und die Übertragung des Amtes (Vers 6).
Vers 7 zeigt mit einer Wachstumsnotiz die positive Konsequenz aus dem Handeln der Apostel und der Gemeinde.

 

3. Erklärung einzelner Verse

Vers 1: Mit „in diesen Tagen“ schließt Lukas die folgenden Ereignisse an die vorhergegangenen an. Damit reiht sich an die Darstellung eines „äußeren Konflikts“ (Apostel vor dem Hohen Rat in Apg 5,21-42) ein „innerer“ Konflikt. Die Leser der Apostelgeschichte erhalten so einen Gesamtblick für die Anfänge des Christentums und können den Eindruck gewinnen, die unterschiedlichen Herausforderungen „hautnah“ mitzuerleben.
Der Konflikt, der zum Ausgangspunkt der Wahl der sieben Männer wird, beruht auf den unterschiedlichen judenchristlichen Gruppen innerhalb der Jerusalemer Gemeinde. Die „Hellenisten“ sind Juden, die außerhalb Palästinas geboren wurden und daher mit Griechisch als Muttersprache aufgewachsen sind. Sie wurden in Jerusalem ansässig und haben sich dem Glauben an Jesus als dem Christus angeschlossen. Die „Hebräer“ sind Judenchristen aus Palästina, die entsprechend Aramäisch als Muttersprache haben. Die Differenz zwischen den beiden Gruppen ist aber wohl nicht nur die unterschiedliche Muttersprache. Mit dem Heranwachsen im griechischen Sprachraum ist auch eine größere Begegnung mit der griechischen Kultur (z.B. Philosophie) und eine gewisse Weltoffenheit durch den Austausch innerhalb der hellenistischen Welt verbunden. Hinweise auf differierende theologische Ansätze gibt es aber nicht.
Woher das Problem bei der Versorgung der hellenistischen Witwen entstanden ist, bleibt weitestgehend offen. Da Lukas die Lösung jedoch in einer „organisatorischen“ Maßnahme sieht, kann dies auch Hinweis auf das Problem selbst sein. Fest steht jedenfalls, dass die Vernachlässigung der Witwen dem Ideal einer Sorge füreinander und insbesondere gegenüber den Armen entgegensteht (vgl. Apg 2,44-46).

 

Verse 2-6: Nur ein einziges Mal werden in der Apostelgeschichte „die Zwölf“ als Gruppe benannt. Wenn Lukas das Gremium der durch Jesus selbst namentlich erwählten Apostel (plus Matthias, der durch Nachwahl hinzukam, Apg 1,15-26) in Vers 2 so betont, geht davon eine wichtige Aussage aus. Denn die eingesetzten Autoritäten für die Zeit nach Jesu irdischer Gegenwart sind nun diejenigen, die die Verantwortung wahrnehmen für einen Konflikt, der an den Kern des gemeindlichen Selbstverständnisses geht. Wenn die Armenfürsorge zu den zentralen Elementen des christlichen Lebens zählt, gilt es den Mangelzustand schnellstens zu beheben. Um zu einer Lösung des Konflikts zu kommen, geben die „die Zwölf“ jedoch nicht einfach eine Verfahrensweise vor. Vielmehr wird eine Art Vollversammlung einberufen, in der sich die ganze Schar der Jünger, d.h. der Gemeindemitglieder, dem Problem widmet. Weil das Problem die Identität der gesamten Gemeinde betrifft, soll auch die gesamte Gemeinde eine Lösung in den Blick nehmen.

Die Apostel ergreifen gemeinschaftlich das Wort und versuchen die Herausforderung der Armenfürsorge, an der sich der Konflikt entzündet hat, sinnvoll zu klären. Dazu zeigen sie einerseits auf, dass sie selbst ihre Kapazitätsgrenzen überschritten haben. Aufgrund der weiter wachsenden Gemeinde können sie selbst nicht beiden Grundaufgaben gerecht werden: Sorge für die Armen und Verkündigung der Botschaft von Jesus Christus. Aufgrund ihrer Aussendung und Beauftragung durch den Auferstandenen (Apg 1,4-8; vgl. Lukasevangelium 24,46-49) ist das Zeugnisgeben im Wort der Kernauftrag der Apostel. Anderseits verweisen sie darauf, dass nicht nur sie die Identität der Gemeinde sichern können, sondern auch andere geeignete Personen dazu in der Lage sind. „Männer von gutem Ruf und voll Geist und Wahrheit“ sollen von der Gemeinde als diejenigen ausgewählt werden, die sich der Caritas, dem Liebesdienst an den Nächsten, und dem Dienst an den Tischen widmen. Damit hat das neu installierte Amt innerhalb der Gemeinde eine doppelte Funktion: Die Fürsorge als Teil der christlichen Gemeindeidentität gewährleisten und die Mahlgemeinschaften in der Gemeinde sicherstellen. Der „Dienst an den Tischen“ bezieht sich auf die (täglichen) Mahlgemeinschaften in der Gemeinde, in deren Zusammenhang eben auch die Armen versorgt werden. Dient die Mahlgemeinschaft nur noch dem Zusammenkommen und nicht mehr dem Blick auf die Schwachen, so verliert sie ihren Kern als Gemeinschaftsmoment. Da Lukas hier nicht vom „Brechen des Brotes“ spricht (anders als in Apg 2,42), das als Wort für die eucharistische Mahlgemeinschaft verwendet wird, stehen an dieser Stelle die gemeinschaftlichen Zusammenkünfte im Vordergrund. Für diese Tätigkeit an der Gemeinschaft braucht es Menschen, die das Vertrauen der anderen genießen und die mit Klugheit und Umsicht handeln. Daher die Umschreibung „von gutem Ruf und voll Geist und Wahrheit“ (vgl. Apg 6,10). Die Siebenzahl entspricht einer festgelegten Größe auch für andere Gremien der Zeit. So bestand das Presbyterium der Synagogengemeinde aus sieben Männern und auch profane Kollegien der Antike kennen diese Zahl als Maßgabe.

Am Ende ihrer Rede betonen die Apostel, dass sie sich vornehmlich der Verkündigung und dem Gebet widmen werden. Ihr Vorschlag einer Arbeitsteilung findet „den Beifall der ganzen Gemeinde“. Lukas möchte hier auf ähnliche Art und Weise wie er am Anfang die Bedeutung der Zwölf als Initiatoren der Versammlung betont hatte, nun die Bedeutung der Gemeinde als Entscheidungsgremium hervorheben.

Sieben Männer werden nun von der Gemeinde ausgewählt, wobei der Wahlvorgang nicht berichtet wird. Die genannten Namen sprechen dafür, dass alle sieben aus der Gruppe der Hellenisten stammen. Nur Stephanus und Philippus werden im weiteren Verlauf der Apostelgeschichte noch einmal genannt. Die Erzählung vom Auftreten des Stephanus und seinem gewaltsamen Tod, die auf die Zerstreuung der Jerusalemer Gemeinde hinläuft (Apg 6,8-8,1) dürfte Lukas als schriftliche Tradition vorgelegen und dazu geführt haben, Stephanus auch schon bei der Wahl der Sieben hervorzuheben. Philippus wird in Apg 8,5-13 und 8,26-40 als Missionar in Samaria gezeichnet, der unter anderem auf dem Weg von Jerusalem nach Gaza einen Äthiopier tauft. Da beide Figuren aus dem Siebener-Gremium als Verkünder des Wortes dargestellt werden, wird deutlich, dass die Beauftragung zum „Dienst an den Tischen“ nicht als ausschließlicher Auftrag verstanden und gelebt wurde. Zeugnisgeben und Verkündigen sind als christliche Aufgaben mit der Geistgabe allen Gläubigen aufgetragen. Die Sorge für die Armen und das gemeinsame Mahl sind hinzukommende Sonderaufgaben der Sieben. Den Begriff „Diakon“ verwendet Lukas im Übrigen nicht, um ihren Auftrag zu umschreiben, obwohl er den Terminus als Bezeichnung für eine Funktion bzw. ein Amt in der Gemeinde gekannt haben dürfte (z.B. Philipperbrief 1,1). Dies könnte unter anderem daran liegen, dass Lukas hier die konkrete Situation der Gemeinde und eine darauf abgestimmte Lösung im Blick hat. Es geht ihm nicht um die Institutionalisierung eines Amtes, sondern um einen konkreten Auftrag, einen Dienst, den es zu erfüllen gilt, weil sonst die Einheit der Gemeinde (Konflikt zwischen Hellenisten und Hebräern) und ihre Identität (Grundauftrag der Fürsorge) gefährdet ist.

Abschließend schildert Lukas die Beauftragung der Sieben. Sie werden durch die Gemeinde den Aposteln vorgestellt. Dies unterstreicht die Tatsache, dass die Gemeinde die Auswahl nach den von den Aposteln genannten Kriterien trifft. Gebet und Handauflegung durch die Apostel bestätigen die Wahl und bilden zugleich die feierliche Beauftragung für den besonderen Dienst. Damit bildet Lukas ein in der jungen Gemeinde offensichtlich gebräuchliches Verfahren ab. Auch Barnabas und Saulus werden von der Gemeinde in Antiochien in dieser Weise beauftragt, um das Evangelium weiterzugeben (Apg 13,3). Dass mit der Handauflegung nicht nur eine Beauftragung, sondern auch der Gedanke einer „Kraftübertragung“ verbunden war, zeigt sich an der Tatsache, dass Lukas diese Geste in der Apostelgeschichte vielfach einsetzt: so etwa bei Heilungen (Apg 9,17) und als Zeichen der Geistspendung (Apg 8,17).

 

Vers 7: Die abschließende Notiz von der Ausbreitung des Wort Gottes und der größer werdenden Zahl der Jünger sowie der Priester, die zum Glauben an Christus kamen, reiht sich zum einen ein in die Folge vorhergegangener Wachstumsfeststellungen (z.B. Apg 2,47 und 5,14). Zum anderen bekräftigt sie, dass die zuvor gefundene Lösung für den Konflikt richtig war. Denn der Konflikt ist offenbar beseitigt und die Einheit der Gemeinde bleibt bewahrt. Auch scheint die Gemeinde nichts von ihrer Ausstrahlungskraft verloren zu haben, diese scheint sich eher zu vergrößern. Denn: Das Wort Gottes breitet sich aus, die Zahl der Jünger wird größer und auch unter den führenden Juden (Priestern) wächst die Zahl derer, die durch das Zeugnis der Apostel und der Gemeinde Jesus als den Christus bekennen.

Auslegung

Geschickt lässt der Evangelist Lukas auf das Zeugnis der Apostel vor dem Hohen Rat und der von außen erfahrenen Anfeindung gegen die junge Gemeinde, eine Szene mit gemeindeinternem Fokus folgen. Die Darstellung der Situation der Christengruppe in Jerusalem gewinnt so einen realistischen Gesamtblick. Gemeinsam mit der abschließenden Wachstumsnotiz zeigt sich so, dass nicht nur auf beiden Ebenen (innen und außen) Konfliktpotential besteht, sondern dass diese beiden Ebenen auch miteinander verbunden sind: Steht die Gemeinde als Einheit da und gelingt es ihr das Wort glaubhaft zu verkünden, tritt sie kraftvoll nach außen auf, was zwar zu Konflikten mit den Obrigkeiten führen kann, aber auch zu einem überzeugenden Zeugnis in der Öffentlichkeit.

Eingebettet in diese Gesamtdynamik steht für Lukas in Apg 6,1-7 jedoch etwas Anderes im Vordergrund: Die Gemeinde ist in der Lage entstehenden Konflikte und ihren Ursachen unkompliziert, angemessen und nachhaltig zu begegnen. Die Ausgangssituation von zwei Konfliktparteien, die aufgrund ihrer Sprachzugehörigkeit als Gruppen mit eigener Identität zu sehen sind, birgt das Potential, die junge Gemeinde zu spalten. Und zwar nicht nur aufgrund zweier Gruppen, die sich gegenüberstehen, sondern auch, weil darin der Wesenskern der gemeinsamen Identität angefragt ist: Nimmt die Gemeinde die Sorge füreinander als ihr Spezifikum wirklich ernst und hat sie den Blick für alle Bedürftigen unabhängig von deren Zugehörigkeit zu einer Gruppe oder einem sozialen Stand?
Die Antwort, die Lukas in der Erzählung von der Wahl der Sieben gibt und dabei auf bereits schriftliche Traditionen zurückgreift, ist als beispielhaft zu verstehen – auch über die Situation vor 2000 Jahren hinaus. Die Lösung beginnt dort, wo „die Zwölf“ ihren Auftrag als eingesetzte Zeugen der Botschaft Jesu ernst nehmen. Die Apostel sollen Zeugnis geben für das durch Jesus Christus zusammengerufene Volk Gottes, indem sie Menschen mit der Botschaft Jesu vom Reich Gottes bekannt machen und verbinden, so wie Jesus sie miteinander verbunden hat. Die Apostel sind als Zeugen der Botschaft, Garanten der Einheit. In dieser Funktion und Autorität rufen sie „die ganze Schar“ der Jünger zusammen, um das Problem anzugehen. Und zur Problembeschreibung gehört offenbar, dass die Apostel an ihre Grenzen kommen, weil sie es selbst nicht mehr gewährleisten können, sowohl den Verkündigungsdienst wie den Fürsorgeauftrag für die gesamte Gemeinde umfassend zu erfüllen. Die Autoritäten der Jerusalemer Gemeinde erkennen an, dass sie an ihre Grenzen kommen: Die Gemeinde hat sich schneller vergrößert als sich ihre Organisationsstrukturen anpassen konnten. Nun gilt es die Verteilung von Aufgaben der realen Situation anzupassen und die Apostel in ihrer Funktion als Einheitsgaranten und Verkündiger zu entlasten. Die Zwölf leiten diesen Vorgang selbst ein, entscheidend ist, dass sie dabei nicht selbst eine Regelung treffen oder vorgeben, sondern die Gemeinde in den Prozess einbinden. Die Einheit, für die die Apostel stehen, wird so wirklich ernst genommen, wenn die gesamte Gemeinde als Entscheidungsträger in der Konfliktsituation fungiert. Die Apostel leisten mit ihrem Vorschlag, den „Dienst an den Tischen“ geeigneten Männern zu übertragen, den Ausgangspunkt zu einer guten Lösung. Diese sieht eine Aufteilung der Aufgaben vor, die es ermöglicht, dass sich sowohl die Apostel als auch die Sieben spezifischen Aufgaben zuwenden und damit gemeinsam die Einheit der Gemeinde stabilisieren. Damit steht das Ziel im Mittelpunkt des Lösungsansatzes, nicht die Personen oder ihre Befugnisse.
Genau deshalb ist die abschließende Notiz so wichtig für den gesamten Abschnitt. Sie beweist, dass die Gemeinde als Ganze einen Ausweg aus dem Konflikt gefunden hat, der sich schnell auch in konkreten Folgen nachzeichnen lässt. Statt in zwei Lager zu zerfallen und so ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren, reagiert die Gemeinde und behält ihre Ausstrahlungskraft, ja scheint sie sogar zu vergrößern. Gemeinsam haben die Christen in Jerusalem den Konflikt bewältigt: Die Apostel als von Jesus eingesetzte Zeugen und Garanten der Einheit und die „ganze Gemeinde“, als diejenige, die auf die Notwendigkeiten schaut und aus ihrer Mitte anhand der Fähigkeiten Menschen auswählt, die sich in den Dienst für die Gemeinde stellen lassen.

Kunst etc.

Das Gemälde von Vittore Carpaccio (1465–1526) stellt „Die Weihe des hl. Stephanus zum Diakon“ dar und stammt aus dem Jahr 1511; es findet sich heute in der Berliner Gemäldegalerie. Der Künstler bringt ins Bild, was die kirchliche Tradition mit der Erzählung aus Apg 61,7 verbindet: Das Amt des Diakons (hier mit der Dalmatik als prunkvollem Amtsgewand bekleidet) wird eingesetzt.