Lesejahr B: 2020/2021

2. Lesung (Röm 8,14-17)

14Denn die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Kinder Gottes.

15Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, sodass ihr immer noch Furcht haben müsstet, sondern ihr habt den Geist der Kindschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!

16Der Geist selber bezeugt unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.

17Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden.

Überblick

Passend zum Dreifaltigkeitssonntag ist diese Lesung ausgesucht worden, denn sie ermöglicht es, mit PaulusTrinität1 nicht als hochabstrakte theologische Spekulation, sondern als lebensrelevante Rede von Gott zu verstehen:

Als anrufbarer "Vater" erweist sich Gott als vertrauenswürdiges, dem Menschen gegenüberstehendes DU, der als solches etwas zu geben hat. Dieses "Geben" bzw. die "Gabe" kleidet Paulus in die Rechtsfigur des "Erbes". Dahinter verbirgt sich die durch keinen Menschen zu tätigende Schöpfungs-und Rettungsaussage: "Du, wer immer du bist, sollst und darfst sein, angstfrei - auch im Schlimmsten -, und von keinem Ende der Zeiten bedroht". Diese Zusage hat fleischliche Gestalt angenommen in Jesus Christus als menschlicher Ausdruck von Gottes liebender Zugewandheit und Rettermacht aus Schuld- und Todeszusammenhängen. Das ist Gott "Sohn". Und was sich zwischen "Vater" und "Sohn" ereignet, ist nicht exklusiv, sondern in  dieses engstmögliche "Kind"-Verhältnis sind alle hineingenommen, die es möchten und sich auf diesen Gott einlassen können. Deshalb sind sie Träger desselben Heiligen "Geistes", der "Vater" und "Sohn" eint. Und deshalb sagen der eine "Sohn" wie auch seine "Gotteskind-Geschwister": "Abba - Vater!"

 

Kurze Einordnung der Lesung (ausführlicher unter "Auslegung")

Die Lektüre des 8. Kapitels des Römersbriefs hat ihren liturgischen Ort eigentlich vom 14. bis zum 19. Sonntag im Jahreskreis des Lesesjahres A. Einzig die Verse 12-17 sind an diesen Sonntagen ausgelassen, um sie unter Wegfall der Verse 12-13 für den heutigen Dreifaltigkeitssonntag zu reservieren. So wird im Hören beim Gottesdienst natürlich nicht erkennbar, dass dieser Abschnitt den Abschluss einer Gedankenführung bildet, der Paulus das ganze Kapitel 8 beschäftigt, letztlich sogar mit Kapitel 6 des Römerbriefs beginnt.

Besonders das 8. Kapitel baut insgesamt auf dem Gegensatz zwischen einem Leben "im Fleisch" und einem Leben "im Geist" auf (vgl. Röm 8,5; die Einheitsübersetzung übersetzt mit bereits eingetragener Deutung "vom Fleisch bestimmt" und "vom Geist bestimmt" und verlässt damit die im Griechischen mitklingende räumliche Vorstellung des Fleisches und des Geistes als "Sphären", in denen man sich bewegt). Mit "im Fleisch"  ist ein Lebensentwurf gemeint, der sich in purer Form auf das Ich, die eigenen und die innerweltlichen Möglichkeiten stützt und nur daran Maß nimmt; mit "im Geist" ist die Prägung von den je größeren, Mensch und Weltlogik überschreitenden Möglichkeiten Gottes gemeint, die in Jesus anschaulich geworden sind, von denen aber auch schon das Alte Testament kündet. 

Die heutige Lesung nimmt aus der Gegenüberstellung nur den "positiven" Teil ("im Geist leben") auf, während die Abgrenzungsfolie ("im Fleisch leben"), von der ausdrücklich in den Versen 12-13 die Rede ist, außen vor gelassen wird.

 

Vers 14

Denen, die sich vom Geist Gottes zu heilvollem Handeln inspirieren lassen - man könnte sagen: zu einem Handeln, das nicht zuerst fragt "Was habe ich davon?", sondern das zuerst fragt: "Will ich dem Anderen wohl und wird es ihm guttun?" -, erhalten einen Würdetitel: "Kinder Gottes". Nicht Kleinheit und Unmündigkeit sind hier gemeint, sondern vertraute Nähe und erwachsen gewordene Beziehung. Zu Recht übersetzt die neue Einheitsübersetzung an dieser Stelle "Kinder Gottes" statt "Söhne Gottes" (griechisch: hyoì theoũ), da  weder eine Geschlechterbevorzugung noch gar eine Exklusivität gemeint ist, wie besonders die gleichermaßen und unterschiedslos Frauen wie Männer umfassende Grußliste Römer 16,3-13 ausweist! Anders als bei "Kind" ist allerdings beim biblischen "Sohnes"-Begriff immer klar, dass es sich um den selbstverantwortlichen, erwachsen gewordenen Nachkommen handelt und nicht um ein Kleinkind.

Der Würdetitel "Gotteskinder" beugt Missverständnissen oder Vorwürfen vor, die "Fremdbestimmtheit" durch Gottes Geist sei eher eine Art Versklavung.

 

Vers 15

Das verdeutlicht Vers 15 auf doppelte Weise: Ausdrücklich betont er, dass in dem gemeinten Verhältnis zwischen Mensch und Gott kein Platz für "Furcht"  ist. Angstfreiheit - was für eine Botschaft in heutiger Zeit, in der soviele Beziehungen von Gewalt überschattet sind, Abhängigkeiten ausgenutzt werden und bis in die Kirche hinein traumatische Mileus aufgebaut wurden und werden! 

Diese Angstfreiheit drückt sich in der Gebetsanrede "Abba" aus, die die Übernahme genau der Vokabel für die Ansprache Gottes bedeutet, die auch von Jesus bezeugt ist - und zwar besonders dann, als er seinen himmlischen Vater am nötigsten hatte: "Er sprach: Abba, Vater, alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht, was ich will, sondern was du willst" (Markus 14,36 beim Gebet Jesu im Garten Getsemane vor seiner Gefangennahme und Kreuzigung).

 

Vers 16

Würdetitel verleiht man sich nicht selbst. Sonst zeugen sie nicht von Würde, sondern von Selbstüberschätzung. Paulus hat vermutlich nicht zuletzt sich selbst im Blick, der bei allem Selbstbewusstsein sich immer wieder auch als einen zerrissenen Menschen wahrnimmt. Der bekannte, aber nie wirklich entschlüsselte "Stachel im Fleisch", den er in sich trägt und spürt, ist ein sprechendes Symbol dafür (vgl. 2 Korinther 12,7: "Damit ich mich wegen der einzigartigen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Stachel ins Fleisch gestoßen: ein Bote Satans, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe."). Er kennt vermutlich auch die Erfahrung, vor dem Spiegel zu stehen und sich selbst nicht zu genügen oder zu meinen, Gott nicht genügen zu können (vgl. das Spiegel-Bild in 1 Korinther 13,12: "Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse ... Jetzt ist mein Erkennen Stückwerk ..."). Er weiß um die menschlichen Momente der Verzagtheit und des Aufgeben-Wollens. Dagegen setzt er den Dialog zwischen dem "Geist" des Menschen, der eher sich verstecken, davonlaufen oder ausweichen möchte, und dem "Geist" Gottes, diese von außen den Menschen wie ein Impuls erfassende Kraft, die gegen alle Gegenrede festhält: "Du, Mensch, bist mein geliebtes Kind. Vertraue mir und lebe daraus!"

 

Vers 17

Abgeschlossen wird der Gedanke mit einem sogenannten "Kettenschluss", bei dem ein Teilsatz ein Stichwort des vorangehenden Teilsatzes aufgreift, um es um ein neues Wort zu ergänzen. Im konkreten Fall führt die "Kette" vom "Kind" (diesmal wählt das Griechische tatsächlich nicht den "Sohnes"-Begriff, sondern das Pluralwort tékna "Kinder") zum "Erben"; der "Erbe" wird näher definiert als "Erbe Gottes", der damit auf die gleiche Stufe rückt wie Jesus, der ebenfalls "Erbe" seines Vaters ist (Träger seines Geistes und seiner verlebendigenden, aus dem Tode erweckenden Kraft). Insofern sind die Getauften und Glaubenden "Miterben Christi". Was das bedeutet, wird schließlich noch einmal in zwei Richtungen entfaltet: Als nach wie vor "im Fleische" und d. h. unter den Bedingungen unserer Natur und dieser Welt lebende Menschen haben wir auch die "Leiden der gegenwärtigen Zeit" zu ertragen (von denen im Folgetext ab Römer 8,15 ausführlich die Rede ist). Die augenblickliche Coronazeit gibt davon Zeugnis.

Der Gotteskindschaftsstatus ist ein verborgener, der seine Strahlkraft erst entfalten wird, wenn die irdischen Augen sich geschlossen haben ("verherrlicht werden"). Bis dahin ist er "nur" eine ein von Gott her gültige Zusage, die, wenn man ihr zu glauben und zu vertrauen vermag, auch und gerade unter den Bedingungen des "Leidens"  Kraft  zu einem immer noch liebevollen Durchstehen dieser Situation zu geben vermag - im Blick auf den "Gottesohn", dem auch das Leiden nicht erspart blieb und der immer noch ein trostvolles Wort selbst für den neben ihn hängenden Verbrecher hatte: "Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein." (Lukas 23,43) bzw. ein liebend-vergebendes Wort für seine Henker: "Jesus aber betete: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! " (Lukas 23,34).

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Auslegung

Einordnung der kurzen Lesung in den Großzusammenhang Kapitel 6-8 des Römerbriefs

In den Kapiteln 6-8, aus denen die Lesung herausgeschnitten ist,  versucht Paulus zu erklären, welch radikalen Lebenseinschnitt die Taufe bedeutet, wenn diese verstanden wird als Teilhabe am Sterben und an der Auferweckung Jesu Christi. Es ist eben zweierlei, im Horizont eines drohenden und im wörtlichen Sinne aussichtslosen Lebensendes ("Tod") zu existieren oder im Horizont einer Lebensgemeinschaft mit Gott zu leben, der auch der Tod nichts anhaben kann.

Hier stehen sich aber nicht nur nur Hoffnung und Hoffnungslosigkeit gegenüber, sondern in der Sicht des Paulus auch zwei radikal verschiedene Lebensentwürfe, insofern er "Tod" mit der allein von der eigenen Leiblichkeit ("Fleisch") bestimmten, nur egoistisch am Selbsterhalt interessierten "Sünde" verbindet, "Leben" hingegen mit der göttlichen Kraft, die die Schöpfung ins Dasein gerufen hat, die bei der Auferweckung des toten Jesus sich erwiesen hat und die auf das rundum Gute, auf die den Anderen liebend wahrnehmende Wertschätzung und "Lebens-Hilfe" ausgerichtet ist. Dafür, dass am Ende nicht der Tod, sondern das Leben das letzte Wort hat, ist durch Gottes Handeln in Tod und Auferweckung Jesu Christi ("Gnade", "Erlösung") schon vollständig gesorgt.  Die Kraft zu einem Handeln aus dem Glauben an diesen Gott, der sich im Menschen Jesus Christus nicht nur exklusiv einer Gruppe und der von ihr festgehaltenen göttlichen Weisung (Judentum und "Tora" = am Sinai mitgeteiltes "Gesetz"), sondern der gesamten Menschheit rettend zugewandt hat, ist die Gabe des Geistes, die bei der Taufe verliehen wird (der "Geist Gottes" bzw. der "Geist Christi"; Römer 8,9 kann beide Begriffe wechselseitig gebrauchen).

Aus judenchristlicher Sicht lag bei dieser Sicht der Dinge der Vorwurf nahe, dass Paulus ein Christentum ohne Ethos, ohne Anstrengung zum Guten, wie das jüdische Gesetz sie einfordert, auskommt. Dem hält Paulus nun entgegen, dass dieser Einwand keine Berechtigung hat. Denn Paulus weiß sehr wohl, dass das Handeln Gottes das eine, die Gestaltung des Lebens aus diesem Handeln Gottes heraus das andere ist. Hier gibt es keine Automatismen, und die Gefahr, sich doch auf die verlockende Zielperspektive des Todes (rücksichtslose Beschränkung auf den Selbsterhalt mit entsprechenden Vorteilen in diesem iridischen Leben) einzulassen, bleibt auch für jede und jeden Getauften bestehen. Der Mensch kann halt nicht nur nicht aus seiner Haut, sondern auch nicht aus seinem "Fleisch" entschlüpfen. Genau hier setzt der Abschnitt ein, aus dem die heutige Lesung genommen ist. Die beiden ersten, leider ausgelassenen Verse lauten:

"12 Wir sind also nicht dem Fleisch verpflichtet, Brüder und Schwestern, sodass wir nach dem Fleisch leben müssten. 13 Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die sündigen Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben" (Rom 8,12-13).

Insofern das Wort für "Geist" vom Hebräischen her mit "Wind" und "Atem" verbunden ist, könnte man die Botschaft des Paulus formulieren: "Ihr Christinnen und Christen, schnuppert nicht beständig am Modergeruch des irgenwann verwesenden Fleisches, sondern atmet die frische des Luft des Geistes ein, der nach Leben duftet!" Diesen "Lebensduft" entfaltet Paulus in der heutigen Lesung (vgl. das Selbstverständnis des Paulus in 2 Korinther 2,16: "Den einen sind wir Todesgeruch, der Tod bringt; den anderen Lebensgeruch, der Leben bringt.")..

 

"Abba" (Vers 15)

Spricht man die ersten beiden Buchstaben des hebräischen Alphabets (alaef und bet) zusammen, ergibt sich ab (gesprochen: aw), das hebräische Wort für Vater. Hängt man noch einmal ein alaef an, ergibt sich das aramäische Wort "Abba", das ebenfalls "Vater" bedeutet. Auf diesem Hintergrund könnte man sagen, "Abba" ist ein "Anfangswort", ein "Ursprungswort". Entgegen einem öfter anzutreffenden Missverständnis liegt hier allerdings keine Kleinkindersprache im Sinne von "Papi" o. ä. vor. Vielmehr beinhaltet sie eine Mischung aus Respekt, Höflichkeit, Vertrautheit, Zuneigung und Zuerkennung von Würde. 

Wenn Paulus nun sowohl in Römer 8,15 als auch in Galater 4,6 ("Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, den Geist, der ruft: Abba, Vater.") "Abba" als charakteristisch für die christliche Gebetsanrede Gottes herausstellt, muss es damit etwas Besonderes auf sich haben. Tatsächlich liegt diese Besonderheit nicht in der Vateranrede Gottes an sich, die schon im Alten Testament vorgegeben ist. 

Jeremia 3,19 offenbart dabei, dass "Vater" keine "harmlose" Anrede Gottes ist, sondern die aus der Kindschaft erwachsende Verantwortung mit einschließt: "Ich hatte gedacht: Ja, ich will dich unter die Söhne aufnehmen und dir ein liebliches Land geben, das herrlichste Erbteil unter den Völkern. Ich dachte, du würdest mir zurufen: Mein Vater! und dich nicht abwenden von mir." (Beachtenswert ist übrigens, dass hier auch der Gedanke des "Erbes" anklingt, den ja auch Paulus im Römerbrief anspricht.)

In Jesaja 63 und 64 wendet sich das Volk Israel an Gott verzweifelt und um erneute Zuwendung bittend an seinen Gott: "15 Blick vom Himmel herab ... 16 Du bist doch unser Vater! Abraham weiß nichts von uns, Israel [gemeint ist der Stammvater Jakob] kennt uns nicht. Du, HERR, bist unser Vater, Unser Erlöser von jeher ist dein Name" (Jesaja 63,15-16). An das Mitleid des Schöpfers appellierend heißt es weiter: "7 Doch nun, HERR, du bist unser Vater. Wir sind der Ton und du bist unser Töpfer, wir alle sind das Werk deiner Hände. 8 Zürne nicht allzu sehr, HERR, denk nicht für immer an die Schuld! Schau doch her: Wir alle sind dein Volk" (Jesaja 64,7-8).

Wenn Jesus die Jünger das Vaterunser lehrt, stehen solche Texte ganz sicher auch im Hintergrund. Und doch bekommt bei ihm die Anrede Gottes einen neuen Klang. Denn er spricht nicht einfach nur vom "Vater Israels", sondern von "seinem" Vater. Diese engste und persönlichste Vater-Sohn-Beziehung legt er in das Wort, das nicht der hebräischen Hochsprache, sondern der aramäischen Alltagssprache zugehört: "Abba".  Und genau in dieser Alltagssprache übernimmt die christliche Gemeinde die Gottesanrede, und Paulus gibt sie sogar in dieser aramäischen Sprache an seine christlichen Gemeinden weiter, die griechisch sprechen! "Abba" drückt gleichmermaßen die vertraute Nähe zu Gott aus, von der Christinnen und Christen sich erfassen lassen dürfen, als auch die Geschwisterschaft mit Jesus, indem sie die für ihn und für ihn als ersten bezeugte Gottesanrede unverändert übernehmen. 

Kunst etc.

Apostel Paulus, Santa Maria la Real de La Almudena/Madrid, Pixabay
Apostel Paulus, Santa Maria la Real de La Almudena/Madrid, Pixabay

Selten sieht man einen so entspannten Paulus dargestellt wie bei dieser Statue vor der Almudena Kathedrale in Madrid, deren Bau 1879 begonnen wurde, die aber aufgrund von Unterbrechungszeiten erst 1993 von Papst Johannes Paul II. konsekriert wurde.

Weder sieht man hier den Paulus mit grübelndem Philosophenkopf noch den sein Hinirchtungssymbol - das Schwert - tragenden Märtyrer oder auch nicht den schon fast fanatisch dreinschauenden Glaubensboten, wie ihn Lovis Corinth gemalt hat. Eher gelassen steht er da, einen seiner Briefe in der Hand, den Blick ein wenig gen Himmel gerichtet, den Mund leicht zum Sprechen geöffnet.

In dieser Unaufgeregtheit passt die Statue des Paulus gut zu dem, was er in der heutigen Lesung zu sagen hat:

"15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, sodass ihr immer noch Furcht haben müsstet, sondern ihr habt den Geist der Kindschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! 16 Der Geist selber bezeugt unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. 17 Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden."