Bilder aus dem Video, gefunden auf der Facebook-Seite: Non Te Ne Frega Nulla ? E Io Te Lo Dico Lo Stesso.
Bilder aus dem Video, gefunden auf der Facebook-Seite: Non Te Ne Frega Nulla ? E Io Te Lo Dico Lo Stesso.

We will rock you!

Es ist anscheinend eine Schlagzeile wert: „Ordensfrauen rocken zu Queen-Song – Luftgitarre inklusive“. Ordensschwestern haben Spaß am Leben, klatschen rhythmisch zu einem Rocksong und eine von ihnen spielt die Luftgitarre. Millionen Menschen gucken sich dies als Video an und gläubige Christen teilen das Video munter in den sozialen Netzwerken – ganz so als sei es etwas Besonderes. Dass dieses Video unter Nicht-Christen Stereotypen aufbricht, lässt sich nachvollziehen. Aber warum begeistert es gläubige Christen? Bedeutet der christliche Glauben nicht Lebensfreude? Sind Ordensschwestern zur meditativen Traurigkeit verdammt? ...
  • Religion // glauben
"Beschneidung Jesu", Frauenkirche in Esslingen, fotografiert von Dierk Schaefer, Lizenz: CC BY-ND 2.0.

Frohes Fest der Beschneidung

Gott ist Jude geworden. Gemäß den jüdischen Vorschriften wurde Jesus am 8. Tag nach seiner Geburt in Betlehem beschnitten – und das gilt es zu feiern. Bis 1969 wurde in der katholischen Kirche am 1. Januar das Fest der Beschneidung des Herrn gedacht – denn es steht geschrieben: "Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus …" (Lukas 2,21) Gott ist nicht nur in einem konkreten, historischen Kontext Mensch geworden. Sondern er ist ein Angehöriger einer Gesellschaft, Kultur und Religion geworden – und hat doch zugleich alle Grenzen überschritten. ...
  • Religion // glauben
Scapegoat von Hartwig HKD, Lizenz: CC BY-ND 2.0.
Scapegoat von Hartwig HKD, Lizenz: CC BY-ND 2.0.

Jesus, einer der Sündenböcke

Uns ist ein Sündenbock geboren! So könnte man Weihnachten im Sinne des Religionsphilosophen René Girard feiern: Hat der freiwillige Tod Jesu die menschliche Gewalt kanalisiert zu einer allumfassenden Sündenvergebung? Diese theologische Frage rückt schnell in den Hintergrund, wenn man sieht, wie im Alltag immer neue Sündenböcke durch die Menschheitsgeschichte getrieben werden. Schuld sind doch am besten immer die Anderen – und wenn die Anderen auch noch die Fremden sind, dann lässt sich noch einfacher mit dem Finger auf sie zeigen. Die menschliche Gewalt zeigt sich immer wieder in unberechtigten Schuldzuweisungen. Schuld sind die Juden! ...
  • Religion // glauben

Besinnliche Konsumzeit

Die Adventszeit ist der verkaufsstärkste und finanziell bedeutendste Zeitabschnitt des Jahres. Der Konsum blüht – der Wirtschaft tut das gut, Arbeitsplätze werden gesichert, Freude wird gekauft und alles mischt sich mit dem Geschmack von Glühwein und Christstollen. Für den, der es sich leisten kann, gibt es keinen Grund, diese Zeit nicht zu genießen. Konsumkritik ist keine schöne Dekoration und passt weder zum Kerzenschein des Adventskranzes noch als Stern auf den Weihnachtsbaum. ...
  • Politik // Wirtschaft

Option für die Armen

Am vergangenen Sonntag, dem 18. November, wurde der 2. Welttag der Armen „gefeiert“. 2016, am Ende des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit, hatte Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben Misericodria et Misera diesen Tag eingeführt, „der den Gemeinden und jedem Getauften hilft, darüber nachzudenken, wie die Armut ein Herzensanliegen des Evangeliums ist und dass es keine Gerechtigkeit noch sozialen Frieden geben kann, solange Lazarus vor der Tür unseres Hauses liegt (vgl. Lukas 16,19-21)“. ...
  • Politik // Wirtschaft

Der Hilfeschrei des Opfers

Werden Priester dazu geweiht, Kinder sexuell zu missbrauchen? Ist es der Auftrag der Kirche, diese Taten zu verdecken, dann Empörung zu äußern, aber strukturell ihren Blick vom Himmel abzuwenden? Es reicht nicht, sich für seine Kirche zu schämen. Man muss ihr nicht nur die Messe, sondern die Leviten lesen. Im Klosterleben der Benediktiner gehörten im Mittelalter, bereits ab dem 8. Jahrhundert, Andachts- und Bußübungen zum Lebensrhythmus, bei denen aus dem Buch Levitikus die kultischen und ethischen Verhaltensmaßregeln zum Tadel und zur Ermahnung immer wieder vorgelesen wurden. ...
  • Religion // glauben