"Der Neujahrstag 1. Januar auf Kalender in Form einer Holzkiste", fotografiert von Marco Verch. Lizenz: CC-BY 2.0.

Kalendarische Realität

Der 1. Januar 2023 ist gemäß dem jüdischen Kalender der 8. Tevet 5783 und nach dem muslimischen Kalender der 8. Dschumādā th-thāniya 1444. Für Juden und Jüdinnen ist bereits der 4. Monat ihres religiösen Kalenders angebrochen. Für Muslime und Musliminnen ist bereits der 6. Monat des Jahres – und im Kirchenjahr beginnt nun die 6. Woche. In der römisch-katholischen Kirche wurde früher am 1. Januar das Fest der Beschneidung Jesu gefeiert – heutzutage wird das Hochfest der Gottesmutter gefeiert und zugleich ist an diesem Datum der katholische Weltfriedenstag. Es war der römische Kaiser Julius Caesar, der im Jahre 46. v. Chr. den 1. ...
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"Jesus Christus Figur", fotografiert von Jeswin Thomas. Linzen: Pexels - gemeinfrei.

Sklavenwerdung

Ohne besonderen Glanz erzählt der Evangelist Lukas die Geburt Jesu – ohne Engelschöre, ohne Wunder, eher ärmlich und ganz menschlich: „Es geschah, als sie [=Josef und Maria] dort [= in Betlehem] waren, da erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war“ (Lukas 2,6-7). Das Neugeborene liegt wie fast jedes Kind in Windeln da, vielleicht ganz ruhig, vielleicht laut schreiend. ...
"Big Moon", fotografiert von Adventures of KM&G-Morris, verfügbar auf Flickr. Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0.

Mondverehrung

Vor 50 Jahren war der bislang letzte Mensch auf dem Mond. Dann wurde das Apollo-Programm der NASA aus Kostengründen und Perspektivlosigkeit eingestellt. Doch dies bedeutete nicht das Ende der Faszination an diesem einzigen natürlichen Satelliten der Erde – diese Faszination reicht zurück bis in die Bibel und die Wurzeln des heutigen christlichen Glaubens. Am Freitag, den 2. September, wird die US-amerikanische Raumfahrtbehörde ihr neues Artemis-Programm mit dem Start einer Rakete beginnen. Sie trägt das Raumschiff Orion, das den Erdtrabanten mehrmals umrunden soll, hinauf. Im Jahr 2025 sollen dann erstmals wieder Menschen den Mond betreten. ...
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"Medecine Echographie", Aoineko. Lizenz: CC BY-SA 3.0.

Ungeformt, geformt und gesehen

In den USA herrscht ein Kulturkampf um das Recht auf Abtreibung. Das Oberste US-Gericht hat ein fast 50 Jahre lang geltendes Grundsatzurteil revidiert: 1973 führte die Entscheidung im Fall „Roe vs. Wade“ dazu, dass in den gesamten USA Schwangerschaftsabbrüche bis zur 24. Schwangerschaftswoche legal wurden. Nun gilt jedoch: „Die Verfassung gewährt kein Recht auf Abtreibung", so steht es in der Urteilsbegründung; das bedeutet, dass die Entscheidungshoheit fortan eigentlich bei den Bundesstaaten liegt, und dies würde dazu führen, dass vor allem in konservativ-republikanisch ausgerichteten Staaten strengere Gesetze in Geltung kommen: zum Beispiel das ...
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fotografiert von Gerd Altmann. Lizenz: Pixabay.
fotografiert von Gerd Altmann. Lizenz: Pixabay.

Zwist und Kompromissbereitschaft

Pfingsten – das ist eine Erfolgsgeschichte! Das Kommen des Heiligen Geistes erfüllt das ganze Haus, indem sich die die Apostel aufhalten. Hinter verschlossener Tür weht ein heftiger Sturm, lautes Brausen ist zu hören. Der Heilige Geist lässt sich auf jeden Einzelnen im Haus nieder und sie sind individuell in der Gabe des Heiligen Geistes vereint – und die verschlossenen Türen öffnen sich der Welt, die neugierig eintritt. ...
"Brachliegendes Feld im nördlichen Baden-Württemberg (Deutschland); im letzten Jahr wurde hier Mais angebaut", fotografiert von 4028mdk09. Lizenz: CC BY-SA 3.0.

Ein (un)praktisches Gesetz

Seit September – dem Anfang des jüdischen Jahres - sieht man auf brachliegenden Feldern in Israel aufgerichtete Schilder: „Hier wird das Brachjahr eingehalten!“. Aus Respekt vor einem biblischen Gesetz, das im Buch Exodus steht, bearbeiten einige jüdische Landwirte ihre Felder nicht. Denn in Exodus 23,10-11a heißt es: „Sechs Jahre kannst du in deinem Land säen und die Ernte einbringen im siebten sollst du es brachliegen lassen und nicht bestellen“. Bereits Ende des 19. ...
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Gott+ - mehr als nur das Wort "Gott"

Nun also Gott+ anstatt Gott* - fortan wird die Katholische junge Gemeinde (KjG) hinter das Wort „Gott“ ein Pluszeichen setzen, um in der Sprache „Raum für vielfältige Gottesbilder“ anzuzeigen: „Wir sind uns sicher, dass es diese Erweiterung mit Blick auf das Wort Gott braucht“, erklärt KjG-Bundesleiterin Julia Niedermayer in einem Interview mit katholisch.de. Darüber, ob die von der Bundeskonferenz der KjG gewählte Variante geglückt ist, darüber lässt sich streiten. Innerhalb der Genderdebatte wird das Pluszeichen als Platzhalter für weitere verschiedene Geschlechtsidentitäten in der Abkürzung LGBTQ+ verwendet. ...

Podcast: Biblisch in den Sonntag

Diesmal geht es u.a. um Licht, Salz und die Kraft Gottes! Kristell Köhler und Till Magnus Steiner diskutieren über die biblischen Texte, die am 5. Sonntag des Jahreskreises (5. Februar 2023) gelesen werden: 1. Lesung (Jes 58,7-10) 2. Lesung (1 Kor 2,1-5) Evangelium (Mt 5,13-16)
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"Ein von ukrainischen Truppen in Mariupol beschädigter russischer Panzer", Ministry of Internal Affairs of Ukraine / mvs.gov.ua. Lizenz: CC BY 4.0.

Kriegsmann und Zerstörer des Zerstörerischen

„Es gibt eine gute Nachricht“, twitterte die Redaktion der Moskauer Zeitung Nowaja Gaseta Anfang März sarkastisch, „das Wort ,Frieden‘ haben sie noch nicht verboten.“ In Russland sind die Wörter „Krieg“, „Invasion“ und „Aggression“ im öffentlichen Diskurs über die sogenannte „Militäroperation“ Russland gegen die Ukraine verboten. Es herrscht Krieg – und er wird von Wladimir Wladimirowitsch Putin, dem Präsidenten der Russischen Föderation, schöngeredet. Auch im Alten Testament wird das Wort „Krieg“ nicht verschwiegen (מלחמה, gesprochen: milchamah) – es steht in fast allen Büchern (außer dem Buch Ruth und dem Hohelied). ...
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Bild von ELG21; Lizenz: Pixabay
Bild von ELG21; Lizenz: Pixabay

Wenn Friede und Gerechtigkeit sich küssen

Es herrscht Krieg in Europa, in der Ukraine – und der Traum von friedlichen Zeiten auf diesem Kontinent mit den so tiefen Kriegsnarben und -wunden ist fern. Blutig ist nun der Kampf um den Frieden – doch was ist Frieden? Frieden ist mehr als eine sinkende Zahl von Kriegsopfern oder die partielle Abwesenheit von Krieg. Frieden bedeutet Unversehrtheit, Wohlergehen und Vollständigkeit. Frieden ist eine lebensfördernde und gerechte Geordnetheit der Welt in ihren politischen, rechtlichen und sozialen Realitäten. Zumindest ist dies eine Vorstellung von Frieden im Alten Testament. ...
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