"Der Neujahrstag 1. Januar auf Kalender in Form einer Holzkiste", fotografiert von Marco Verch. Lizenz: CC-BY 2.0.

Kalendarische Realität

Der 1. Januar 2023 ist gemäß dem jüdischen Kalender der 8. Tevet 5783 und nach dem muslimischen Kalender der 8. Dschumādā th-thāniya 1444. Für Juden und Jüdinnen ist bereits der 4. Monat ihres religiösen Kalenders angebrochen. Für Muslime und Musliminnen ist bereits der 6. Monat des Jahres – und im Kirchenjahr beginnt nun die 6. Woche. In der römisch-katholischen Kirche wurde früher am 1. Januar das Fest der Beschneidung Jesu gefeiert – heutzutage wird das Hochfest der Gottesmutter gefeiert und zugleich ist an diesem Datum der katholische Weltfriedenstag. Es war der römische Kaiser Julius Caesar, der im Jahre 46. v. Chr. den 1. ...
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"Medecine Echographie", Aoineko. Lizenz: CC BY-SA 3.0.

Ungeformt, geformt und gesehen

In den USA herrscht ein Kulturkampf um das Recht auf Abtreibung. Das Oberste US-Gericht hat ein fast 50 Jahre lang geltendes Grundsatzurteil revidiert: 1973 führte die Entscheidung im Fall „Roe vs. Wade“ dazu, dass in den gesamten USA Schwangerschaftsabbrüche bis zur 24. Schwangerschaftswoche legal wurden. Nun gilt jedoch: „Die Verfassung gewährt kein Recht auf Abtreibung", so steht es in der Urteilsbegründung; das bedeutet, dass die Entscheidungshoheit fortan eigentlich bei den Bundesstaaten liegt, und dies würde dazu führen, dass vor allem in konservativ-republikanisch ausgerichteten Staaten strengere Gesetze in Geltung kommen: zum Beispiel das ...
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"Brachliegendes Feld im nördlichen Baden-Württemberg (Deutschland); im letzten Jahr wurde hier Mais angebaut", fotografiert von 4028mdk09. Lizenz: CC BY-SA 3.0.

Ein (un)praktisches Gesetz

Seit September – dem Anfang des jüdischen Jahres - sieht man auf brachliegenden Feldern in Israel aufgerichtete Schilder: „Hier wird das Brachjahr eingehalten!“. Aus Respekt vor einem biblischen Gesetz, das im Buch Exodus steht, bearbeiten einige jüdische Landwirte ihre Felder nicht. Denn in Exodus 23,10-11a heißt es: „Sechs Jahre kannst du in deinem Land säen und die Ernte einbringen im siebten sollst du es brachliegen lassen und nicht bestellen“. Bereits Ende des 19. ...
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Podcast: Biblisch in den Sonntag

Diesmal geht es u.a. um Licht, Salz und die Kraft Gottes! Kristell Köhler und Till Magnus Steiner diskutieren über die biblischen Texte, die am 5. Sonntag des Jahreskreises (5. Februar 2023) gelesen werden: 1. Lesung (Jes 58,7-10) 2. Lesung (1 Kor 2,1-5) Evangelium (Mt 5,13-16)
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Der unvergängliche Siegeskranz

Das offizielle Motto der olympischen Spiele lautet: citius, altius, fortius („Schneller, höher, starker“). Meistens fasziniert die Jagd nach Höchstleistungen die Zuschauer. Sein Bestes zu geben, das ist das Ziel eines Sportlers und diese Absicht steht auch hinter dem Motto „Dabeisein ist alles“, das nach landläufiger Meinung das inoffizielle olympische Motto sei. ...
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"Humpback Whales", fotografiert von: realadventures. Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0.

Klickköder, oder: Die Bibel hat doch recht!

Die Bibel hat doch recht – zum Glück! An der Ostküste der USA hat ein Buckelwal einen Taucher verschluckt und über Wasser wieder ausgespuckt – wahrlich ein biblisches Glück. Das erinnert doch an das Buch Jona! Und dann erklärt auch noch ein Walexperte, dass der Buckelwal mit seiner Tat dem Taucher helfen wollte (siehe "Wie der Prophet Jona. Biblisches Glück: Wal verschluckt Mann, lässt ihn aber wieder frei" vom 13. Juni 2021 auf katholisch.de). Schöne Geschichte mit Happy-End, Gott sei Dank! Doch ein „clickbait“ - also ein Klickköder - ist noch keine Glaubensverkündigung, sondern nur ein Mittel, um höhere Zugriffszahlen zu erlangen. ...
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Die christliche Gemeinde: dienen, feiern, bezeugen

„Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ (Markus 1,15) Jesu war in die Welt gekommen, um das Königreich Gottes zu verkünden. Die Geschichte lehrt aber, dass nicht das Königreich Gottes kam, sondern die Kirche. Die Naherwartung der ersten Christen, dass Jesus wiederkommen und das Königreich Gottes errichten werde, bleibt bis heute enttäuscht. Aus der Dynamik des Anfangs entwickelte sich eine Institution. ...
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Lerne, Kirche!

Die katholische Weltkirche begibt sich auf den synodalen Weg, der vor allem durch ein gegenseitiges Zuhören geprägt sein wird. Der in verschiedene Phasen untersteilte synodale Weg „ermöglicht ein wirkliches Anhören des Gottesvolkes und zugleich eine Einbeziehung aller Bischöfe auf den verschiedenen Ebenen des kirchlichen Lebens“, steht im Dokument des Synodensekretariats in Vorbereitung auf die 16. Ordentliche Generalsversammlung der Bischofssynode, die unter dem Motto „Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Partizipation und Mission“ stehen wird. ...
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Radikalität

Völker der Kirche vereinigt Euch, am kommenden Sonntag ist „Sonntag des Wortes Gottes“! Es ist keine Zeit für eine Revolution, sondern für Radikalität. Radikal ist, wer an die Wurzel geht. Worauf wurzeln der Glaube und die Kirche? Die Antwort darauf findet sich in dem, was wir als „Wort Gottes“ verkünden. Das Buch Nehemia lehrt, dass der Weg des Neuanfangs nicht am Opferaltar beginnt, ja nicht einmal am Altar des Wortes – dem Ambo –, sondern bei den Gläubigen. ...
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Bild von Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay
Bild von Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay

Verloschener Stern über Bethlehem

„Stern über Bethlehem zeig uns den Weg“, klingt es nun bald wieder durch die Kirchen und Wohnzimmer, „führ uns …“. In den privaten, kirchlichen und gesellschaftlichen Krisen, zwischen Alltagsproblemen, Klimakatastrophe, Coronakrise und kirchlicher Identitätssuche sucht man alle Zeit einen Leitstern, anhand dessen man sich verorten und an dem man sich ausrichten kann. Zur Zeit Jesu Geburt gab es in der römischen Welt den astrologischen Glauben, dass jeder Mensch einen Stern habe, der mit der Geburt entsteht und mit dem Tod vergeht. ...
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